KGV Höhenluft I e.V.

Wir blicken zurück auf über 100 Jahre Vereins-Geschichte

Liebe Gartenfreunde, im Jahr 2012 konnte unser Kleingartenverein sein 100-jähriges Bestehen feiern.
100 Jahre Höhenluft – das sind 100 Jahre ereignisreiche und wechselvolle Geschichte kleingärtnerischer Tätigkeit. Mit viel Liebe, Fleiß und Können haben mehrere Generationen Kleingärtner eine Anlage geschaffen, die heute rund 190 Gärten auf einer Grundfläche von 43.960m² umfasst.


  Unsere Geschichte

Und so begann alles:
Unterhalb der Grenzallee erwarb der Stuhlbauer Arthur Beyer (Foto rechts) mit 28 Gleichgesinnten, im Frühjahr 1912 Ackerland von dem Dölzschener Bauern Herrmann Pfeifer und schuf damit den Grundstein für die heutige Anlage. Der soziale Hintergrund des Landkaufes war, der um die Jahrhundertwende aufgekommene Gedanke Schrebers, zu günstigen Pachtbedingungen, Möglichkeiten für die Ärmsten der Armen zu schaffen, frisches Obst und Gemüse selbst anzubauen.

Gartenhütte aus der Gründerzeit der

Bereits im Herbst desselben Jahres wurde weiteres Pachtland erworben. Bis 1913 wuchs die Mitgliederzahl auf 73 an. Mit Gründung des Schrebergartenvereins „Höhenluft“ am 07.11.1917 nahm der 1. Vorsitzende Richard Röder seine Arbeit auf. Er leitete den Verein bis 1925. Im Jahr 1919 trat der Verein dem Verband der Dresdner Garten- und Schrebergartenvereine bei. 1938 schloss sich der an der Dölzschener Straße gelegene Verein „Gartenheim“ an.

Bis 1940 erreichte unsere Anlage durch weitere Landkäufe ihre heutigen Ausmaße. In all den Jahrzehnten und über Generationen war es immer der Liebe, dem Fleiß und dem Gemeinschaftssinn unserer Gartenfreunde zu verdanken, dass eine Anlage entstand, die inzwischen tausenden Menschen Ruhe und Erholung gab. Zusätzlich waren Zeiten der Not die Kleingärten wichtige Grundlagen zur
Erwirtschaftung von Frischobst und Gemüse, welches, in Form von Konserven, den Gärtnern oftmals durch harte Jahre half.

Zwei Weltkriege und die Bombennächte von Dresden fanden ihre Opfer auch unter unseren Mitgliedern.
Die sich ständig ändernden Rechtslager:
Weimarer Republik, 3. Reich, Nachkriegszeit, DDR und nun Bundesrepublik Deutschland wirkten oft nicht erleichternd, sondern eher einschneidend auf unser Vereinsleben und seinen Grundbestand.

Und wie geht’s weiter?
Geblieben ist das Interesse und die Freude der Menschen an einem Stückchen Natur und am Pflanzenanbau. Mit unserem Kleingartenverein „Höhenluft I e.V., dem Kleingartenverein „Naturheilverein Löbtau“ und dem KGV „Dölzschener Höhe“, sowie mehreren kleineren Anlagen, befinden sich derzeit im Ortsteil Dölzschen etwa 450 bis 500 Kleingärten. All diese kleinen „Naturoasen“ in der Großstadt bleiben uns hoffentlich noch lange erhalten.
Uns freut vor Allem, dass sich in heutiger Zeit immer wieder vor allem junge Menschen als Mitglied bewerben. Eine wohltuende
Tatsache, denn sie sind diejenigen, die in den Folgejahren unseren Verein weiter erhalten und fördern werden.